Erste gebrauchte Kites - Worauf achten?!


Viele Einsteiger möchten sich sofort eine eigene Kite-Ausrüstung zulegen. Am besten so gut wie möglich zum kleinst-möglichen Preis! Worauf solltest du beim Kauf achten?
Zuerst ist es wichtig, dass du dir einen Überblick über die vorherrschenden Marken machst. Es gibt einige Marken, welche relativ klein sind und im Ausland deutlich populärer sind. Bei diesen Herstellern gibt es meist wenig bis keine Informationen zu den Kites zu finden. Entsprechend variabel werden die Preise gestaltet. Mit den Allround-Kites der Marktführer in Deutschland wirst du auf jeden Fall keine schlechte Wahl treffen.  

Bild von Kitemagazin
Wie auf dieser (etwas älteren Grafik) von Kitemagazin zu sehen ist, sind die größten Marken North KiteboardingCore KitesCabrinhaSlingshot und Best. Mit den Kites dieser Marken wirst du auf jeden Fall keinen Fehl-Kauf eingehen.
Die gängigsten und bekanntesten Allround-Kites dieser Marken sind:

Bevor du ins Blaue stichst und einfach irgendeinen Kite kaufst, solltest du testen! Mehrmals im Jahr gibt es Testivals auf denen verschiedene Hersteller ihr neustes Material zur freien Verfügung bereitstellen. Hier kannst du schnell herausfinden, welcher Kite wirklich zu dir passt. (Die Testivals werden häufig als Veranstaltung via Facebook von den jeweiligen Kite-Herstellern angekündigt.)
Alternativ kannst du auch die Händler direkt anschreiben und nach einem Test-Kite fragen.

"Tuch knistert noch!"


Diesen Satz wirst du noch so einige male hören, wenn es um Gebraucht-Kites geht.
Das ein Tuch knistert, sagt heutzutage nichts mehr über den Zustand aus. Das Material der Kitesurf-Schirme wurde im Laufe der Jahre immer hochwertiger und kann heutzutage mühelos mehrere Jahre durchhalten (bei gepflegter Nutzung). Wichtig ist, dass beim Gebraucht-Kauf auf folgende Punkte geachtet wird:

1. BRIDLES / PIGTAILS

Die Anknüpfungspunkte am Kite erzählen die Geschichte! Solltest du hier ausgeblichene und ausgefranzte Schnüre vorfinden, ist das ein Zeichen dafür, dass dieser Kite abgerockt wurde.


So sollten die Pig-Tails idealerweise aussehen. 

2. TUCH-FARBE

Die Tuchfarbe ist entscheidend. Schau dir verschiedene Fotos an und mache dir ein Bild davon, wie die Farbe des Kites aussehen sollte.
Wenn du bei der Besichtigung merkst, dass der Kite ausgeblichen ist, dann hat dieser häufig in der Sonne gelegen. Die UV-Strahlung greift das Tuch an. Somit hat dieses Material eine geringere Lebensdauer als ein Kite, welcher nicht ausgeblichen ist!
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Vor allem bei kräftigen Farben, wie hier (Grün/Gelb) kann man ein Ausbleichen schnell erkennen. Wobei kein Foto das Besichtigen vor Ort ersetzen kann


3. BAR / LEINEN

Die kompletten Leinen sollten ausgelegt und abgegangen werden. Am Besten lässt du die Leinen durch deine Finger gleiten und achtest auf Unregelmäßigkeiten. Einen Knoten oder einen Stein wirst du sofort spüren. Auch hier ist darauf zu achten, dass die Leinen nicht ausgefranzt sind und gleichmäßig verlaufen. (...also keine Scheuer-stellen aufweisen.)
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Hier siehst du eine 4-Leiner Bar von North Kiteboarding mit dem serienmäßigen Zubehör, welcher beim Neukauf eines North Kites mitgeliefert wird. 


4. VENTILE

Um die Ventile herum ist die Tube (der Schlauch in der Leading Edge) sehr empfindlich. Wenn der ummantelnde Stoff nicht von Werk aus verstärkt wurde, kam es in der Vergangenheit hier immer wieder zu Rissen und Löchern. Hintergrund ist, dass beim Aufrollen des Kites die harten Ventil-Teile auf den Schlauch gedrückt haben.
Allgemein sollte also sichergestellt werden, dass der Kite dicht ist!

Preis

Über Preise kannst du dich am besten in Facebook-Gruppen/ bei Ebay/ auf Kleinanzeigen informieren. Wenn du dir hier einen kleinen Überblick verschafft hast, dann hast du auf jeden Fall eine gute Verhandlungsbasis für deinen Wunsch-Kite.




Viel Erfolg beim Kauf deines Kites und viel Spaß beim Surfen!

Bei Fragen schreib mir gerne oder hinterlasse einen Kommentar.

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